Musst Du gesehen haben – Fotolocation Morte Point (Devon)

Foto vom Morte Point in Devon, nach oben schauend, um die zackige Felsstruktur, die einem Dinosaurrücken ähnlich sieht deutlich herauszustellen.
Morte Point – Devon, UK

Morte Point gehört ganz sicher zu meinen schönsten Fotolocation auf dem South West Coast Path im Norden von Devon. Die als Zacken herausragenden Steine, auch als Teufelszähne bezeichnet, bestehen aus Morte Schiefer und sehen aus wie ein Dinosaurierrücken. Sie befinden sich nicht nur auf der Steilküste, sondern setzen sich unter Wasser fort und sind für zahlreiche Schiffsunfälle verantwortlich. Daher der Name Morte Point = Todes Punkt.

Küstenfoto Nordküste Devon, von Norden auf dem South West Coast Path auf den Morte Point zu laufend mit blauem Wasser, Strandgrasnelken und schroffen Felsen
Erstaunlicherweise sieht Du die Zacken erst wenn Du da bist. Von weitem sieht es so aus wie eine einfach nur schöne Küstenlandschaft.

Wo liegt Morte Point? – In Devon

Morte Point liegt in der Grafschaft Devon. Diese liegt in meinem geliebten Südwestengland direkt nördlich und östlich von Cornwall. Du erreichst Morte Point nicht direkt mit dem Auto, sondern parkst es am besten in Mortehoe, einem schönen kleinen Ort und läufst ca. 2km.

Von der Grafschaft Devon und seiner Geologie kommt tatsächlich der Name des Erdzeitalters. Die beiden Geologen Sir Roderick Murchison (schottisch) und Adam Sedgwick (englisch) hatten in der Grafschaft Devon Steine und Fossilien entdeckt, die sich nicht in das bestehende System einordnen ließen. 1839 überzeugten sie die geologische Gemeinschaft und gaben dem neuen Erdzeitalter den Namen Devon. Dieses Erdzeitalter begann vor 416 Mio Jahren und endete vor 359 Mio Jahren.

Der Name Devon selbst wiederum kommt von dem Keltenstamm der hier lebte, die Dumnonier. Diese hatten im 4.-5. Jh. ihr eigenes Königreich und sogar Teile der Bretagne besiedelten.

 

Zufallsentdeckung Morte Point

Morte Point war eine Zufallsentdeckung. Ich wollte mit meiner Freundin Emma im Juni auf dem South West Coast Path wandern. Wir hatten einen Camping-Aufenthalt auf Lundy Island vor und uns ein paar Tage davor für das Wandern Zeit genommen. Die Fähre würde uns von Bideford auf die einsame Insel bringen. Da war es logisch die Gegend um Bideford und Ilfracombe im zu erkunden.

Unsere erste Wanderung führte uns von Mortehoe über den Morte Point nach Croyde. Nicht nur, dass es sich hier Robben gut gehen ließen, sondern auch die Landschaft war umwerfend. Die Robben lassen sich allerdings nur mit einem guten Teleobjektiv fotografieren, während die Landschaft selbst auch mit einem einfachen Weitwinkel (z.B. im 24-70mm Zoomobjektiv) spektakuläre Ansichten bietet.

Ich mußte den Atem anhalten, kam mir klein und doch als Teil dieses Schauspiels vor. Die Felsenlandschaft, die vor mir lag, ist unglaublich schön. Glücklicherweise war Emma Geocaching während ich Fotos machte. Mit Grau– und Polfilter auf der Linse gelangen besonders lange Belichtungszeiten (von z.B. 30s). Der Wind pfiff so um mich rum, daß er es mir schwer machte das Stativ zu halten. Trotz eingehängtem schwerem Rucksack hatte ich Angst, daß es vom Wind umgestoßen wird und nahm die Hände zum Festhalten dazu. Trotzdem hatte ich schon vor Ort das Gefühl – hier entstehen super Fotos. Mein bestes Sommerfoto vom Morte Point siehst Du weiter unten im Vergleich zum Novemberfoto.

 

Zweiter Besuch

Morte Point, Belichtung 1/640s ohne Filter

Hätte ich Dir einen Blogartikel schreiben können ohne noch einmal da gewesen zu sein? Nein natürlich nicht. Deshalb war ich ein halbes Jahr später noch mal am Morte Point. Diesmal nicht nur mit Reisestativ. Das war gut so, da es noch stärker windete als beim ersten Mal. Die Wetterbedingungen waren ganz anders, jetzt im November. Es war grau mit stürmischer See. Wir hatten Flut und dadurch war von den schwarzen Steinen auf Meereshöhe wenig zu sehen. Dafür gab es stürmische See mit meterhohen Wellen. Ein Schauspiel für das es sich lohnt außerhalb der Saison hierher zu kommen. Allerdings verzichtete ich auf einen meiner 5 Tipps für die besten Wellenfotos und blieb in sicherer Distanz auf der Klippe. Wieder hatte ich tüchtig mit dem Wind zu kämpfen. Deshalb sind die meisten der Fotos  mit kurzen Belichtungszeiten (1/100s für Landschaft und 1/500s für die Wellen) gemacht, auch, um die Wellen einzufangen.

Hast Du jemals versucht ein halbes Jahr später ein Foto aus derselben Perspektive zu machen? Mir gelingt das nicht wirklich. Und ich meine nicht, dass die Lichtverhältnisse und die Vegetation anders sind, sondern Du findest den genauen Blickwinkel eher schwer wieder. Da gibt es keinen Trick außer so oft wie möglich an eine Stelle zu gehen, die Fotopotential hat und sie in und auswendig kennenzulernen.

Wie immer freue ich mich über Kommentare. Warst Du schon mal am Morte Point? Hattest Du schon vom Morte Point gehört? Schreib es einfach hier unten in das Kommentarfeld rein.

 

Die Kate  

 

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